Feiertage sind Zeiten des Überflusses an Essen — und damit auch Zeiten erhöhter Vergiftungsgefahr für Haustiere. Tierärzte berichten von einem deutlichen Anstieg der Notfälle rund um Weihnachten, Ostern und andere Feste. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, Ihr Haustier durch die Feiertage sicher zu bringen.
Weihnachten und Silvester
Weihnachten bringt zahlreiche Gefahren: Schokolade aus Adventskalendern und Geschenken ist die häufigste Vergiftungsursache. Rosinen in Weihnachtsstollen und Christstollen sind für Hunde nierenschädigend. Alkoholische Getränke auf Partys sind eine unterschätzte Gefahr — neugierige Hunde und Katzen können unbeaufsichtigte Gläser erreichen. Nüsse, besonders Macadamias, sind an Weihnachten oft offen zugänglich.
Ostern
Osterschokolade ist die zweithäufigste Ursache für Schokoladenvergiftungen bei Hunden. Versteckte Ostereier werden oft von Hunden statt Kindern gefunden. Osterlämmer und andere Festtagsgerichte enthalten häufig Knoblauch und Zwiebeln. Xylit in zuckerfreien Süßigkeiten stellt eine tödliche Gefahr dar.
Sommer und Grillfeste
Grillfleisch mit Marinaden enthält oft Knoblauch und Zwiebeln. Maiskolben können verschluckt werden und Darmverschlüsse verursachen. Steinobst wie Kirschen und Pfirsiche birgt Erstickungsgefahr durch Kerne. Eis und Desserts enthalten zu viel Zucker und Milchprodukte.
Allgemeine Sicherheitstipps
- Informieren Sie alle Gäste darüber, keine Tischreste an Haustiere zu verfüttern
- Bewahren Sie Süßigkeiten in verschlossenen Schränken auf
- Stellen Sie sicher, dass Mülleimer haustiersicher sind
- Halten Sie Notfallnummern des Tierarztes griffbereit
- Bieten Sie Ihrem Haustier eigene sichere Leckerlis an, damit es sich nicht ausgeschlossen fühlt
Zusammenfassung
Feiertage erfordern besondere Wachsamkeit bei der Haustiersicherheit. Schokolade, Alkohol, Knoblauch-haltige Gerichte und Rosinen sind die häufigsten Gefahren. Planen Sie voraus, informieren Sie Ihre Gäste und halten Sie sichere Alternativen für Ihr Haustier bereit.